Der berühmte Strand von San Sebastián: La Concha

Der berühmte Strand von San Sebastián: La Concha La Concha ist kein Strand, den man erklären muss. Wer sich mit Nordspanien beschäftigt, stolpert früher oder später darüber. Trotzdem lohnt ein genauerer Blick. Nicht aus touristischer Pflicht, sondern weil dieser Stadtstrand vieles vereint, was sonst selten zusammenkommt: Lage, Nutzung, Geschichte, Schönheit und Alltag. Kurz gesagt: La Concha ist kein Postkartenmotiv, das nur aus der Distanz funktioniert. Er wird benutzt. Jeden Tag. Lage und erste Einordnung La Concha liegt direkt im Zentrum von San Sebastián, geschützt in einer halbmondförmigen Bucht. Daher auch der Name. Genauso wie die Playa del Sardinero in Santander ist sie fester Bestandteil des Stadtbildes. Die Promenade trennt Stadt und Sand nur minimal, man steht praktisch sofort mittendrin. Kein Shuttle, kein Umweg, kein Resort. Der Strand ist etwa 1.350 Meter lang und je nach Gezeiten überraschend breit. Bei Ebbe wirkt er fast großzügig, bei Flut deutlich kompakter. Beid...

Die baskischen Bergdörfer und ihre archaischen Verwaltungssysteme: Das Beispiel der "Batzarre"

 

Die baskischen Bergdörfer und ihre archaischen Verwaltungssysteme: Das Beispiel der "Batzarre"

In den baskischen Bergdörfern existierte über Jahrhunderte hinweg eine Form der lokalen Selbstverwaltung, die als Batzarre bezeichnet wurde. Diese Dorfversammlungen ähnelten in ihrer Struktur den nordischen Ting-Versammlungen und dienten als Forum für kollektive Entscheidungsfindung. Jedes Mitglied der Dorfgemeinschaft, unabhängig von Rang oder Vermögen, konnte teilnehmen und seine Stimme bei der Verwaltung von Gemeinschaftsangelegenheiten abgeben.

Im Vergleich zu anderen feudalen Systemen in Europa hatte diese Form der Demokratie in den baskischen Dörfern eine besonders tiefe Verwurzelung. Fragen der Landnutzung, der gemeinsamen Weiderechte und der Bewirtschaftung von Wäldern wurden auf diesen Versammlungen entschieden, und häufig hatte der gewählte Vorsitzende der Batzarre, der Jaun Zuria, keine Erbansprüche, sondern wurde durch Konsens bestimmt.

Obwohl dieses Verwaltungssystem in seiner ursprünglichen Form heute größtenteils verschwunden ist, hat es bis ins 19. Jahrhundert überlebt und hinterließ seine Spuren in der modernen baskischen Autonomiekultur. Die Batzarre sind ein frühes Beispiel für die baskische Tradition des Gemeinwesens und der Autonomie, die bis heute im Rahmen des Eusko Jaurlaritza (Baskische Regierung) fortgeführt wird.

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